Wenns nicht klappen will – 9 Frusttipps 

1. Bewerbungsunterlagen optimieren

Hinterfrage deine Bewerbungsunterlagen kritisch. Ist dein CV wirklich informativ, übersichtlich und klar strukturiert? Hast du Eigenschaften und Qualifikationen, die dich für den Arbeitgeber interessant machen, in den Fokus gestellt? Ist dein CV und Motivationsschreiben auf die Stelle und das Unternehmen ausgerichtet?

2. Persönliches Auftreten trainieren

Verhältst du dich an Bewerbungsgesprächen sicher und souverän und kannst du dich positiv darstellen? Strahlst du die Gelassenheit aus, die für die Position nötig ist? Wirkst du leistungsfähig und sozial kompetent? Die Career Services der Universität Zürich bieten Bewerbungsinterview-Workshops an, in denen du dein persönliches Auftreten gezielt üben kannst.

3. Absagen hinterfragen

Sei ganz ehrlich mit dir selbst und überlege dir, weshalb du eine Absage erhalten hast. Stimmte deine Motivation, Glaubwürdigkeit und dein Auftreten? Passte dein Profil, deine Qualifikation, deine Fähigkeiten und dein Charakter zur Stelle? Im Zweifelsfall unbedingt nachfassen und nach den Gründen fragen: per E-Mail oder Telefon, aber stets souverän und freundlich bleiben!

4. Sein eigenes Inventar kennen

Bewirb dich auf „realistische“ Stellen, d.h. solche, die deinen Qualifikationen entsprechen und auf deine Interessen abgestimmt sind. Es lohnt sich, die eigenen Interessen, Fähigkeiten, Werte und Ziele für sich genau zu definieren und zu hinterfragen. Auch hierbei helfen dir Career Services der Universität Zürich mit Standortbestimmungs-Workshops.

5. Bewerbungsstrategien ausbauen

Bewerben auf Stellenanzeigen, Initiativbewerbungen schreiben, Recruitingveranstaltungen und Firmenmessen besuchen, den Einstieg über eine Teilzeitstelle oder ein Praktikum versuchen (kann ein gutes Sprungbrett sein), Personalberater:in einschalten, sich beim RAV melden, Networken, auch mit Leuten sprechen, von denen du gar nicht denkst, dass sie dir allenfalls behilflich sein können.

6. Falschen Aktionismus vermeiden

Statt Massenversände solltest du nur sinnvoll ausgewählte Firmen anschreiben und gute, individuelle Bewerbungen verschicken. Vorsicht bei beruflichen Tätigkeiten (wie Service oder Callcenter), die nichts mit dem angestrebten Berufsziel zu tun haben.

7. Geheimtipp „Informelle Interviews“

Das „Informelle Interview“ (oder „Informationsinterview“) ist eine Schlüsselstrategie zur Bildung eines Netzwerks und zum Erkennen von Karrieremöglichkeiten. Es geht dabei nicht um einen konkreten Job, sondern darum, Informationen zu erhalten von Leuten, die in Ihrem Wunschberuf arbeiten, und von deren beruflichen Erfahrungen und Kontakten zu profitieren. Und so gehts:

•  Erstelle eine Liste von Leuten, die in dem Arbeitsfeld arbeiten, das dich interessiert. Das können Freunde und Bekannte, Freunde von Freunden, Verwandte, Familienmitglieder, Alumni sein, aber auch Personen, die du noch nicht kennst (die Erfahrung zeigt, dass Leute allgemein gerne bereit sind, Auskunft zu geben).

•  Kontaktiere die Leute (E-Mail-Anfragen empfehlen sich) und vereinbare einen Termin für ein Gespräch. Dieses findet im Idealfall persönlich (oder am Telefon) statt. Wichtig dabei ist 1. sogleich klarzustellen, dass man Informationen und Ratschläge sammelt, und nicht um eine Stelle bittet und 2. ein Gespräch von nicht mehr als 20-30 Minuten vorzuschlagen.

•  Im Gespräch selbst stellst du dich dann kurz vor und schilderst dein Anliegen. Fordere danach deine/n Gesprächspartner:in auf, von sich zu erzählen und stelle Fragen.

•  Setz dir zum Ziel, am Ende des Gesprächs nach weiteren Kontaktpersonen (und Informationsquellen) zu fragen, so dass jedes Gespräch zu neuen Kontakten führt.

•  Nach dem Gespräch unbedingt eine Dankesmail schreiben!

  • Hier findest du ein Video und mehr Informationen zum Informellen Interview

8. Einen Wochenplan erstellen

Reserviere dir z.B. drei Tage pro Woche für Bewerbungen, in denen du die Zeitungen und Internetportale durchforstest, Motivationsschreiben verfasst, dein Netzwerk pflegst und ausbaust etc. Nimm dir ein realistisches Pensum vor und vergiss nicht, dir Freiräume zu schaffen, in denen du bewusst andere Dinge tust.

9. Strategien gegen den Frust entwickeln

•  Verdränge den Frust nicht, sondern setz dich konkret mit ihm auseinander: Schreibe einmal detailliert auf, was dich genau frustriert und welche Auswirkungen der Frust bereits auf dich und deine Aktivitäten ausübt.

•  Sorge für Erfolgserlebnisse in anderen Bereichen (Familie, Sport, Hobby etc.).

•  Tausche dich mit anderen Leuten aus: mit Personen, die zurzeit ebenfalls auf Stellensuche sind (Geteiltes Leid ist halbes Leid), aber auch mit Freunden, die dir zuhören, dich aufmuntern oder auf andere Gedanken bringen können.

•  Reagiere dich beim Sport ab.