Lebenslauf / CV

Ein guter tabellarischer Lebenslauf ist klar und übersichtlich gegliedert und vermittelt dem Lesenden viele Informationen in wenigen Sekunden. Das Dokument sollte nicht mehr als zwei bis drei Seiten umfassen und folgende Informationen enthalten:

 

Persönliche Angaben

  • Vor- und Nachname (falls nicht eindeutig ist, welcher dein Vorname und welches dein Nachname ist, kannst du deine Angaben bezeichnen (Vor- u. Nachname: Hans Josef.)
  • vollständige Adresse ohne Abkürzungen wie str.
  • Telefonnummer(n) immer mit der jeweiligen Bezeichnung der Telefonverbindung (Mobil, Festnetz, Büro, Privat), wenn du mehrere Nummern angibst. Gib im Idealfall nur eine Nummer an, auf der du jedoch immer erreichbar bist. Während der Bewerbungsphase sollte dein Anrufbeantworter eingeschaltet und mit einer seriösen Ansage besprochen sein.
  • eine professionelle E-Mail Adresse (Vorname.Nachname@uzh.ch)
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • ggf. deine Nationalität, sofern aus deinem Namen und Geburtsort die CH-Nationalität nicht klar hervorgeht. Ausländische Bürger sollten ihre Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung anführen (L/B/C).
  • Fakultativ: Angaben zu Zivilstand und Kinder

Bewerbungsfoto

Wenn in der Stellenausschreibung kein Foto verlangt wird, bist du frei zu entscheiden, ob du eines beifügen möchtest. Mit einem Foto wirkt deine Bewerbung jedoch persönlicher. Das Bewerbungsfoto dient dem Zweck, Sie optimal darzustellen und erfüllt folgende Standards:

  • hochwertige Qualität/Auflösung in Farbe oder schwarz-weiss (Dies gilt für echte Fotografien und digitale Bilder in elektronischen Bewerbungen.)
  • sympathisches Erscheinungsbild, entspannt und freundlich lächeln (Automatenpassbilder, auf denen du nicht lächeln darfst und die kleiner sind als echte Bewerbungsfotos sind nicht optimal.)
  • natürliches, gepflegtes Äusseres, mit formeller und dezenter Kleidung, angemessen für ein Bewerbungsgespräch in der entsprechenden Branche (Hemd, Sakko, Blazer)
  • aktuelle Aufnahme (max. 2 Jahre alt). Wähle kein fünf Jahre altes Foto aus, nur weil es dir besonders gut gefällt. Verwende ein aktuelles Foto. Es ist wichtig, dass du authentisch und ehrlich wirkst.
  • neutraler Hintergrund   
  • der Bildausschnitt sollte sich auf den Kopf und die Schulterpartien begrenzen. Verwende auf keinen Fall ein Ganzkörperportrait. Dein Foto sollte zwischen 4,5 x 6,5 cm und 6 x 9 cm gross sein.
  • Verwende auf keinen Fall Handyfotos, private Aufnahmen bzw. Urlaubsbilder etc. Verwende Fotos, die speziell für eine Bewerbung in einer spezifischen Branche erstellt wurden.

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Ausbildung

Studierende und Absolvent*innen mit wenig Berufserfahrung führen sinnvoller Weise zuerst akademische und schulische Leistungen ab Matura an, jeweils mit den entsprechenden Monats- und Jahreszahlen in lückenloser, umgekehrt chronologischer Reihenfolge (z.B. 09/2008 – 09/2010). Die Angaben umfassen

  • Name und Ort der Institution und der erreichte oder zu erreichende Abschluss
  • Studiengang oder Studienfächerkombination
  • fakultativ den Titel der Abschlussarbeit oder Forschungsschwerpunkte und Interessengebiet
  • Auslandssemester und Forschungsaufenthalte die im Rahmen des Studiums erfolgt sind
  • voraussichtlicher Zeitpunkt des Abschlusses oder die Abschlussnote (wenn gut oder hervorragend) 
  • Zeitraum

Berufserfahrung

Strukturiere und formuliere deine Berufserfahrung entsprechend der vorherigen Angaben zu deiner Ausbildung. Nenne

  • Name und Ort der Firma/Institution und die Abteilung für die du tätig warst
  • Deine Stellenbezeichnung
  • die Aufgaben und Funktionen, die du dort erfüllt hast
  • den Zeitraum der Anstellung (z. B. 07/2010 – heute)

Gliedere deine Aufgaben und Funktionen in Bereiche (z. B. Administration, Organisation, Management, Verkauf). Verwende für jeden Aufgabenbereich eine separate Zeile und vermeide Zeilenumbrüche. Beginne jeweils mit den Aufgaben, die ein hohes Mass an Verantwortung und Selbstständigkeit signalisieren und für die neue Stelle am relevantesten sind. Passe deinen CV jeweils an die Stelle an, auf die du dich bewirbst.

Zur Berufserfahrung zählen auch Praktika und Nebenjobs, denen du sporadisch und unregelmässig nachgegangen bist. Sofern diese für die neue Stelle nicht relevant sind und du zwischenzeitlich interessantere Berufserfahrungen gesammelt hast, kannst du diese zu einem Zeitraum zusammenfassen, z. B. 08/1996 – 12/2010 verschiedene Tätigkeiten in den Bereichen Verkauf, Administration, Kundenservice, Babysitten.

Weitere Erfahrungen

Weitere Erfahrungen strukturierst und formulierst du im Idealfall wie die Angaben zur Ausbildung und Berufserfahrung. Als weitere Erfahrungen gelten 

  • ehrenamtliche Tätigkeiten (Freiwilligenfeuerwehr) und Engagement an der Universität (Fachschaft, Studierendenvertretung etc.)
  • Aktivitäten beim Militär (mit Dauer des Dienstes und Militärgrad; ab dem Offiziersgrad können Sie den Militärdienst als Berufserfahrung ausweisen.) 
  • kleinere Weiterbildungen, die du absolviert hast und nicht zur Ausbildung zählen

Sprachkompetenzen 

Führe in der linken Spalte die Sprachen an und konkretisiere deine schriftlichen und mündlichen Kompetenzen in der rechten Spalte. Gängige Kategorien zur Spezifizierung sind Muttersprache, verhandlungssicher, fliessend, sehr gut, gut, Grundkenntnisse. Empfehlenswert ist die CEFR-Skala des Europarats mit den Niveaus A1 bis C2.

Falls du Sprachdiplome oder Sprachaufenthalte gemacht hast, führst du diese unter der jeweiligen Sprache in der rechten Spalte an und nennst in der linken das Jahr oder den Zeitraum, in dem du das Zertifikat erworben oder den Aufenthalt gemacht hast.

Informatikkenntnisse

Glieder deine Informatikkenntnisse analog zu deinen Sprachkompetenzen mit zwei Spalten. Wie du die Spalten ausfüllst, hängt im Wesentlichen vom Umfang deiner Softwarekenntnisse und technischen Kompetenzen in Bezug auf Betriebs-, Hardware- und Netzwerksysteme ab. Du kannst links Begriffe wie Datenverarbeitung, Grafik, Audio etc. einfügen und diese in der rechten Spalte mit den entsprechenden Programmen ergänzen. Alternativ kannst du in der linken Spalte die einzelnen Programme nennen und deine Anwendungskenntnisse in der rechten Spalte mit Ausdrücken wie „sicherer Umgang“ oder „Grundkenntnisse“ konkretisieren.

Hobbys & Interessen

Sportliche Hobbys können etwas darüber aussagen, ob du Teamplayer oder Einzelkämpfer*in, intro- oder extrovertiert bist. Im Idealfall bringen deine Hobbys vorteilhafte Charakterzüge zum Ausdruck, die zudem noch in einem Zusammenhang mit der Stelle stehen. Führe aber nur Hobbys an, zu denen du auch tatsächlich etwas zu sagen hast. Bleibe nicht im Allgemeinen, sondern werde präzise. Dafür empfehlen sich ebenfalls zwei Spalten: Links fügst du Oberbegriffe wie Sport, Reisen, Lesen usw. an und rechts konkretisierst du die Informationen, mit den entsprechenden Sportarten, allfälligen Auszeichnungen oder Informationen über längerfristige Vereinsaktivitäten. Hobbys wie Lesen konkretisierst du nicht mit Buchtiteln, sondern z. B. mit Angaben zu deinem Lieblingsgenre oder deinem/r bevorzugten Autor*innen.

Referenzen

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, das besagt, dass Referenzen nicht im CV aufgeführt werden, wenn dies nicht ausdrücklich in der Stellenanzeige gefordert wird. Zeige aber auf, dass du über Referenzen verfügst mit dem Satz: "Referenzen werden auf Wunsch gerne bekannt gegeben." Für den Fall, dass Referenzen gefordert werden, vgl. Abschnitt Referenzen unter Beilagen.

Publikationsliste

Falls du bereits publiziert hast und dies für die Stelle von Bedeutung ist, kannst du deine Publikationen oder einen Auszug daraus auflisten. Dies gilt für Stellen im akademischen und wissenschaftlichen Bereich, aber auch für solche, die Erfahrung in der zielgruppengerechten Kommunikation, der Nutzung verschiedener Kommunikationsmittel oder Redaktion verlangen.

Tipps

  • Mach einen Perspektivenwechsel: Überleg dir, wer dein Dossier anschauen wird und worauf die zuständige Person achten wird. Der Köder ist schliesslich für den Fisch und nicht für den Angler.
  • Pass deinen Lebenslauf jeweils individuell auf die ausgeschriebene Stelle an.
  • Mach präzise und kurze Formulierungen und gestalte das Dokument so, dass sich künftige Arbeitgebende oder Personalverantwortliche innerhalb weniger Sekunden ein Bild von deinem Profil machen können.
  • Leg dir für das Bewerbungsgespräch eine Strategie zu allfälligen Lücken/Unterbrechungen in deinem Lebenslauf bereit. Führe auch abgebrochene Studiengänge in deinem Lebenslauf auf, denn du hast in den entsprechenden Fächern Kompetenzen erworben.